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Aktuelles vom Polizeiposten Karlsruhe-Rüppurr
Scheckkartenbetrug 2. Fall (webmaster@rueppurr.de (Karl Sauter) @ 15.07.2010 18:01:17)
Ein weiterer Geschädigter erstattete ebenfalls wegen Betruges Anzeige, weil ein Fremder 800 Euro bei zwei Abhebungen von seinem Konto widerrechtlich erlangt hat.
Die Aufklärungsformel für diesen Fall lautete ebenfalls:
Foto des Abhebers = Täter.
Auch in diesem Fall konnte der Täter ermittelt werden, denn er stammte aus der eigenen Familie. Es war ein sehr enger Familienangehöriger, nämlich der Anzeigeerstatter selbst. Er hatte Geld am Automaten geholt, und die Abhebung schlicht und einfach vergessen.
Auch das, liebe Leserinnen und Leser kommt mal vor und ist kein Grund zur Panik, denn mit einer Anzeige hat der "Täter" in diesem Falle natürlich nicht zu rechnen.
Karl Sauter
Scheckkartenbetrügerin ermittelt (webmaster@rueppurr.de (Karl Sauter) @ 15.07.2010 18:00:56)
Nachdem eine Frau aus Rüppurr unerklärliche Geldabhebungen von ihrem Konto festgestellt hatte, und zwar von einem Geldautomaten, den sie persönlich nie benutzte, entschloss sie sich zur Anzeige. Durch ihre Befragung konnten jedoch keinerlei Hinweise darüber erlangt werden, wer ihre Karte missbräuchlich verwendet haben könnte.
Glücklicherweise hat die Geschädigte mit der Anzeigenerstattung nicht zu lange gewartet, denn so waren bei der betroffenen Bank noch die vom Geldautomaten gefertigten Bilder greifbar.
Die Aufklärungsformel für diesen Fall lautete also:
Foto des Abhebers = Täter.
Wenn der Täter nun noch aus dem persönlichen oder sozialen Umfeld der Geschädigten stammt, ist die Aufklärung der Tat relativ einfach.
Und tatsächlich, alles passte zusammen. Es standen noch Bilder zur Verfügung, die eine Frau mittleren Alters beim Geldabheben zeigten.
Als die Bilder der Geschädigten präsentiert wurden, war diese dermaßen schockiert und bestürzt, dass sie das Ganze gar nicht fassen konnte, denn bei der Täterin handelte es sich um eine ihr seit Jahren bekannte Frau, die im Reitstall, in dem ihr Pferd steht, beschäftigt ist. Schon oft hatte sie diese Frau materiell unterstützt, und als Dank wurde sie von ihr nun nach Strich und Faden betrogen.
Die Taten haben sich den ersten Ermittlungen demnach so zugetragen, dass die Täterin, während die Geschädigte mit ihrem Pferd beschäftigt war, sich an deren Portemonnaie zu schaffen machte, sich die ec-Karte "auslieh", und letztendlich Geld in Höhe von über 2.500 Euro abgehoben hat. Die PIN, das wäre eine Möglichkeit, könnte sie in den letzten Jahren bei gemeinsamen Einkäufen ausgespäht haben.
Da sich der Tatort, das ist sowohl die Reithalle als auch der Geldautomat, im Bereich Rastatt befindet, sind für die Endbearbeitung des Falles die Kollegen der Polizeidirektion Rastatt zuständig.
Wie dieser Fall nun zeigt, kann man mit Plastikgeld, damit meine ich ec- und Kreditkarten, nicht vorsichtig genug sein, denn selbst hinter einem Lächeln oder einem freundlichen Wort kann sich ein böser Geist verbergen.
Karl Sauter
Marihuana aus eigenem Anbau (webmaster@rueppurr.de (Karl Sauter) @ 15.07.2010 18:00:27)
Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Weiherfeld fanden Beamte der Ermittlungsgruppe Rauschgift eine sogenannte Indoor-Anlage mit zwanzig Marihuanapflanzen.
Der "Kleingärtner" so stellten die Beamten weiter fest, hatte auch schon eine erste Ernte von 140 Gramm bestem Weiherfelder Stoff eingefahren, und der Vorrat an vorgefundenem Samen lässt vermuten, dass die Produktion noch weiterbetrieben werden sollte.
Da bei der Durchsuchung außerdem noch eine Präzisionsschleuder gefunden wurde, erwartet den Wohnungsinhaber nun nicht nur eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- sondern auch eine nach dem Waffengesetz.
Karl Sauter
Vermisstensache (webmaster@rueppurr.de (Karl Sauter) @ 30.06.2010 13:44:01)
Mit einem Vermisstenfall hatte es unsere Dienststelle am Freitag, dem 25.06.10 zu tun, einem Fall, der so außergewöhnlich war, dass der Chef, PHK Weber, persönlich das Kommando übernahm.
Begonnen hatte der Fall allerdings schon in der Nacht zuvor. So gegen Mitternacht betankte ein etwa 60 Jahre alter Mann seinen Pkw an einer Rüppurrer Tankstelle. Wie aus der Videoaufzeichnung später rekonstruiert werden konnte, ging der aus dem Raum Alzey stammende Mann zur Eingangstür um zu bezahlen. Diese war aber verschlossen, den Nachtschalter hat er offensichtlich nicht bemerkt. In der Folge ließ er sein Auto an der Zapfsäule stehen und entfernte sich zu Fuß.
Am nächsten Morgen stand der Pkw immer noch, was nun natürlich die Polizei auf den Plan rief. Über eine Halterfeststellung konnte die Adresse ausfindig gemacht, und die Ehefrau des Fahrers erreicht werden. Sie teilte mit, dass ihr Mann psychisch krank sei. Diese Aussage führte nun unter Einbeziehung der Kriminalpolizei zu umfangreichen Suchmaßnahmen.
Im Bereich der Spielberger Straße / Burbacher Straße entdeckte wenig später eine Streifenbesatzung des Reviers Südweststadt an einer Hecke die fein säuberlich abgestellten Schuhe des Vermissten. Neben den Streifenbesatzungen, welche die Gegend durchkämmten, war auch ein Hubschrauber im Einsatz, und ein Mantrailer Suchhund wurde angefordert.
Diese Hunde können die Duftspur eines Menschen noch nach Tagen aufnehmen und so erschien es sinnvoll, ihn am Fundort der Schuhe einzusetzen. Leider erbrachte das, wie auch die anderen Maßnahmen, keinen Erfolg, und konnte auch keinen Erfolg bringen, denn, wie sich später heraus gestellt hat, hatte sich der Mann in die Innenstadt begeben. Im Laufe des Tages wurde er, da Passanten auf der Kaiserstraße eine psychisch auffällige Person gemeldet hatten, mit einem Krankenwagen in die Psychiatrie eingeliefert.
Da er einen falschen Namen angab, konnte eine Zuordnung zum Vermissten nicht hergestellt werden. Der Umstand allerdings, dass er einen Zettel mit einer Telefonnummer und dem Hinweis "im Notfall verständigen" bei sich trug, führte dazu, dass er identifiziert, und der Vermisstenfall zu den Akten gelegt werden konnte.
Karl Sauter
Fischer Fritz (webmaster@rueppurr.de (Karl Sauter) @ 30.06.2010 13:43:39)
und seine Räucherkate. Sie wissen schon um was es geht. Die unsäglichen Kaffeefahrten natürlich, und zu einem der Stammveranstalter gehört natürlich auch der Fischer Fritz, der Ihnen, wie auch seine Kollegen, Geschenke in Hülle und Fülle verspricht, letztendlich aber nur seine Waren verkaufen möchte.
Seien Sie vorsichtig wenn es heißt, "und als Dankeschön für Ihre Teilnahme offeriert Ihnen die Räucherkate, und das gilt für jeden erwachsenen Besucher, ohne Ausnahme, einen Farbfernseher mit Vollausstattung".
Offerieren heißt anbieten, was in diesem Fall bedeutet, Sie können einen Fernseher kaufen.
Oder "Sie haben es geschafft − wovon Tausende Menschen träumen. 1500 Euro so neben bei gewinnen. Ihre Karte mit der Nr. soundso, Frau K., wurde gezogen. Daran gibt es nichts zu rütteln".
Natürlich wurde die Karte von Frau K. gezogen, aber nicht als Gewinnerin der 1500 Euro.
Der Fischer Fritz, liebe Leserinnen und Leser, steht nur als ein Beispiel für die vielen, vielen Werbebriefe.
Ob Euro-Gewinnbenachrichtigungszentale, Euro plus, Förderverein Elsaß oder das Bundesweite Verwaltungsinstitut für Sondergewinne (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen), oder wie die Veranstalter sonst noch heißen mögen, das alles dient nur einem Zweck: Ihnen das Geld aus der Tasche zu locken.
Schenken Sie den Gewinnversprechungen keinen Glauben, denn nichts ist umsonst, außer der Tod, wie der Volksmund so schön sagt, und kostet bekanntlich das Leben.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei den vielen Leserinnen und Lesern unserer Stadtteilzeitungen bedanken, die selbstlos auf die Teilnahme an den Kaffeefahrten verzichten, und mir die Einladungen haben zukommen lassen. Vielen Dank.
Karl Sauter
Brennender Baum (webmaster@rueppurr.de (Karl Sauter) @ 30.06.2010 13:42:44)
Nachdem ein Radfahrer unserer Dienststelle mitgeteilt hatte, dass ein Baum neben dem Radweg in Höhe des Rüppurrer Freibades brennen würde, überprüfte PHM Straub die Meldung.
Es bestätigte sich, dass dort tatsächlich ein Baum brannte, und das Feuer hatte auch schon auf das trockene Gras übergegriffen. Mit Austreten war da nichts mehr zu machen, und so musste die Feuerwehr anrücken, um den Baum zu löschen.
Ursächlich für das Feuer war vermutlich eine Selbstentzündung des morschen Holzes durch die starke Sonneneinstrahlung.
Karl Sauter
Einbrüche (webmaster@rueppurr.de (Karl Sauter) @ 16.06.2010 08:09:43)
Neben einigen Einbrüchen in zwei Kleingartenanlagen war nun auch eine Gaststätte an der Rastatter Straße das Ziel eines Einbrechers. Nachdem er eine über den Biergarten erreichbare Tür aufgebrochen hatte, hielt er sich an der Kasse schadlos.
Etwas größer war der Schaden bei einem Einbruch im Märchenviertel. Es wurden in diesem Fall nicht nur Wertgegenstände aus der Wohnung entwendet, sondern auch der Porsche im Wert von ca. 50.000 Euro aus der Garage.
Eine erste Spur gibt es zu dem Einbruch in die Uhrenreparaturwerkstatt in der Langestraße. Bei diesem Fall ist zwischenzeitlich eine der entwendeten hochwertigen Uhren im e-bay aufgetaucht. Inwiefern der Anbieter der Uhr mit dem Einbruch in Verbindung zu bringen ist, bedarf natürlich der weiteren Abklärung.
Karl Sauter
Unfall mit Radlergruppe (webmaster@rueppurr.de (Karl Sauter) @ 16.06.2010 08:09:20)
Am Sonntag, es war der 06. Juni, gegen 18.00 Uhr, fuhr ein Vater mit seinem drei Jahre alten Sohn auf dem Radweg hinter dem Freibad in Richtung Weiherfeld. Während der Dreijährige schon recht sicher auf seinem Kinderfahrrad war, fuhr der Vater mit seinen Inlinern rechts von dem Jungen, damit dieser nicht versehentlich in den angrenzenden Reiherbach fuhr.
Nachdem der Vater plötzlich Stimmen von hinten hörte, drehte er sich um und sah eine größere Radrennfahrerkolonne auf sich zu kommen. Geistesgegenwärtig schnappte er sich seinen Sohn, zog ihn zur Seite, verlor dabei aber das Gleichgewicht. Beide stürzten und lagen am Boden, während die ersten Rennradler schon links von ihnen vorbeirauschten. Durch den Sturz zog sich der Mann Prellungen im Rückenbereich zu, das Kind blieb glücklicherweise unverletzt.
Ein Zeuge, der von einer nahen Bank aus die Ereignisse verfolgt hatte, konnte durch Handzeichen erreichen, dass die letzten Radler der Kolonne anhielten und sich um den Verletzten kümmerten.
Allen Radfahrern auf dieser Strecke möchte ich ans Herz legen, dass es sich bei der Unfallörtlichkeit um einen Geh- und Radweg handelt, dass man hier mit Kindern, den Benutzern von Inlinern und Skateboards rechnen muss, und dass die Strecke, wie auch viele andere, für ein Radrennen denkbar ungeeignet ist.
Karl Sauter